Planung Aktionstag Hainberg Gymnasium

In diesem Buch wollen wir den Aktionstag für's Hainberg Gymnasium planen. Dieses Buch bleibt dabei intern ausschließlich für uns als Planungsteam. Einzelne Elemente können exportiert werden in ein Buch, auf das dann auch die Schüler*innen Zugriff haben.

Ablaufplan Aktionstag

Stand: 21.02.2022

Aktionstag: Donnerstag, 24.02.2022

Treffen am Sekretariat: 07:30 Uhr

Zeit Jahrgänge 7-9 Jahrgänge 10-13
07:50-08:00 Uhr Ankommen
08:00-09:00 Uhr

Vortrag Dr. Michaela Dudley + Fragen

https://bbb.mygatekeeper.de/b/mat-it7-aw9-big 

09:00-09:20 Uhr

Reflexion über Vortrag

09:40-11:10 Uhr Juliane Atay Tatjana Tugba + Mattes
Sexuelle Diskriminierung Sexualkunde Gendern Geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion
11:30-13:00 Uhr Tugba + Mattes Juliane Atay
Geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion Sexuelle Diskriminierung Sexualkunde

Einleitung Dr. Michaela Dudley:

Nachbereitung erstes Vorbereitungstreffen

Nachbereitung erstes Vorbereitungstreffen

Unsere nächsten Schritte

  1. Wie wollen wir die thematischen Workshops gestalten?
    1. Welche Tools wollen wir nutzen?
    2. Wer möchte gerne welchen thematischen Workshop leiten?
    3. Wie gestalten wir die Vorbereitung? Wo wird Unterstützung benötigt? (Wie sind eure Kapazitäten?)
  2. Sichtung der Ergebnisse in den TaskCards zu den ersten beiden thematischen Workshops
    1. Organisation der Ergebnisse
    2. Lücken füllen
    3. insb. Formulierung von Lernzielen überarbeiten. Lernziele wirken teilweise so, als sollte ausschließlich ein individueller Lerneffekt für die Schüler*innen entstehen. Ziel des Aktionstages ist insbesondere eine Multiplikator*innenschulung durchzuführen, das heißt, die Schüler*innen, die am Aktionstag teilnehmen, müssen natürlich inhaltliches Wissen aufbauen, vor allem müssen wir aber klären, wie sie dieses Wissen an die Schule weitergeben können und wie daraus ein Fortschritt für die Schule entsteht.
  3. Organisation des Impuls Vortrags
    1. Inhaltliche Absprache mit Michaela Dudley?
    2. Angebot und Rechnung
    3. mögliche interaktive Anteile?
  4. Vorbereitung der inhaltlichen Workshops (jede Person plant den eigenen thematischen Workshop, Mattes unterstützt bei allen)

 

TaskCards 1: https://www.taskcards.de/board/0d37408b-3583-43de-b5c4-be938121b2e1?token=544a1ec4-4b4c-4fa5-9af8-46d9ed7903ef (Sexuelle Diskriminierung)

TaskCards 2: https://www.taskcards.de/board/99bc3da4-2099-44c0-a38c-c1c03342904a?token=51c70ad0-9de8-45f7-98cd-a223944f393a (Sexualkundeunterricht)

Aufteilung inhaltlicher Workshops:

Tatjana: Gendern

Juliane: Sexuelle Diskriminierung

Tugba: Geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion (FLINTA* Gruppe)

Workshop: Sexuelle Diskriminierung

Workshop: Sexuelle Diskriminierung

Planung

Ablauf

1. Begrüßung & Kennenlernen (ca. 5 Minuten)
-> Vorstellungsrunde 
-> Workshop als "sicherer Ort" (offene Meinungsäußerung, gegenseitiger Respekt,...)

2. Wahrnehmung von sexueller Diskriminierung (ca. 15 Minuten)
-> Wo stehen wir? Was ist unsere Ausgangslage? Welche Haltungen vertreten wir? 

Methodik:

Material: 

Lernziel:

3. Was ist sexuelle Diskriminierung? (ca. 15 Minuten)
-> Definition/Eingrenzung/Abgrenzung von sexueller Diskriminierung gegen sexuelle Belästigung/Gewalt
-> Wo begegnen uns überall sexistische Strukturen (Alltag, Schule, Zuhause, Familie, Hobbys, Straße,...)?
-> Verschiedene Instanzen (Peer Group, höhergestellte/autoritäre Personen, ,,Fremde", System,...)

Methodik:

-> Jg. 7-9 leitet Definition her, Jg. 10-13 greift Definition auf und vervollständigt/ergänzt diese -> gemeinsames "Arbeitsprodukt"

Material:

Lernziel:

4. Folgen von sexueller Diskriminierung (ca. 25 Minuten)
-> Was löst sexuelle Diskriminierung (auch in "leichter" Form) bei Betroffenen aus? 

Methodik:

Material: 

Lernziel:

5. Umgang mit sexueller Diskriminierung (ca. 20 Minuten)
-> Was können wir als Gesellschaft/Schulgemeinschaft gegen sexuelle Diskriminierung tun? -> Rückbezug auf das Video
-> Wie gehe ich vor/handle ich, wenn ich sexuelle Diskriminierung bei mir oder anderen erfahre? 
-> Wie verhalte ich mich gegenüber Opfern von sexualisierter Gewalt (victim blaming)?
-> Wie gehe ich mit Tätern in meinem Freundeskreis um?

Methodik:

-> Forderungen/Produkt von Jg. 7-9 der zweiten Gruppe (Jg. 10-13) vorstellen und von dieser weiterentwickeln lassen 

Material: 

Lernziel: 

 

6. Reflexion des Workshops & Handlungsempfehlungen für Multiplikatoren (ca. 10 Minuten)
-> Was nehmen wir aus dem Workshop mit?
-> Wie können wir als Multiplikatoren die Inhalte an unsere Mitschüler weitergeben?

Weitere Methoden, die Multiplikatoren an die Hand gegeben werden können:

 

Wichtige inhaltliche Punkte 

 

 

 

 

 

 

Workshop: Sexuelle Diskriminierung

Hilfreiche Links

Hinterfragen von Geschlechterbildern (auch wenn eventuell eher passend zu Workshop zu Verhaltensreflexion):
https://demokratielabore.de/materialsammlung/themen/Zukunft-Gesellschaft/Geschlechterbilder

Glossareintrag Sexismus:
https://gender-glossar.de/s/item/13-sexismus

Studie zu Sexismus im Alltag (unter anderem die Reihe der ARD "Wie sexistisch bin ich?" ist Teil dieser Studie):
https://www.bmfsfj.de/resource/blob/141246/022f9fac09435d797f3b1a8bef56a211/sexismus-im-alltag-pilotstudie-data.pdf

Wandzeitung "Sexismus begegnen" mit Tipps, Beispielen, Handlungsempfehlungen, etc.:
https://www.bpb.de/shop/buecher/einzelpublikationen/234019/wandzeitung-sexismus-begegnen

Kurzfilm "Sexismus begegnen":
https://www.bpb.de/mediathek/202422/sexismus-begegnen

Erfahrungsberichte von Betroffenen von sexueller Diskriminierung (Sexuelle Identität):
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Expertensuche_Formular.html;jsessionid=766016BB85D41F7E5351EDA189C8A1D7.intranet232?nn=304460&cl2Categories_Diskriminierungsmerkmale=sexuelle_identitaet&format_str=fall_aus_der_beratung&sortOrder=dateOfIssue_dt+desc&pageLocale=de

Erfahrungsberichte von Betroffenen von sexueller Diskriminierung (Geschlecht):
https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Expertensuche_Formular.html?nn=304448&cl2Categories_Diskriminierungsmerkmale=geschlecht_und_geschlechtsidentitaet&format_str=fall_aus_der_beratung&sortOrder=dateOfIssue_dt+desc&pageLocale=de

Unter Anhängen bei dieser Seite findest du eine html Datei, die du, falls du möchtest, nutzen kannst, um zum Ende deiner Planung auf die rechtliche Grundlage einzugehen. Falls du die einbinden möchtest, bette ich die noch in eine Seite ein, die dann beim Workshop aufgerufen werden kann.

Workshop: Sexuelle Diskriminierung

Arbeitsphasen - Detailentwurf

2. Wahrnehmung von Diversität 

Aussagen für Positionslinie: 

- Ich finde es diskriminierend, dass es mehr männliche als weibliche Bundestagsabgeordnete gibt. 

- Ich finde es diskriminierend, dass Frauen an öffentlichen Toiletten in der Regel länger anstehen müssen als Männer. 

- Ich finde es diskriminierend, dass es gesonderte Frauenbadezeiten in Saunen und Schwimmbädern gibt. 

- Ich finde es diskriminierend, dass Hauptrollen in Filmproduktionen häufiger mit Männern als mit Frauen besetzt sind. 

- Ich finde es diskriminierend, dass Mädels manchmal umsonst in die Disko kommen, während Jungs Eintritt zahlen müssen.  

- Ich finde es diskriminierend, dass viele Bestellhäuser (z. B. AboutYou) lediglich die Anrede "Herr" oder "Frau" führen. 

- Ich finde es diskriminierend, dass es Frauen- aber keine Männerparkplätze gibt. 

- Ich finde Begriffe wie "Powerfrau" oder "Familienvater" diskriminierend. 

- Ich finde es diskriminierend, wenn ein Mann einer Frau die Tür aufhält. 

- Ich finde es diskriminierend, dass Trans*Personen ihren amtlichen Namen nur mit psychologischen Gutachten ändern dürfen.

- Ich finde es diskriminierend, dass Damenrasierer mehr kosten als Herrenrasierer, obwohl sie sich nur in ihrer Farbe unterscheiden. 

- Ich finde es diskriminierend, dass in der Medizin vor allem auf Basis von Daten von Männern geforscht wird.  (nur Jg. 10-13)

- Ich finde es diskriminierend, wenn ein Mann einer Frau ein Kompliment aufgrund ihres Aussehens macht.

 

 

Workshop: Sexualkunde

Workshop: Sexualkunde

Linksammlung

https://www.taskcards.de/board/99bc3da4-2099-44c0-a38c-c1c03342904a?token=51c70ad0-9de8-45f7-98cd-a223944f393a

Workshop: Sexualkunde

Ablaufplan Workshop Sexualkunde

 

Runde 1: (20 min)

1. Ankommen + Begrüßung + Vorstellung meiner Person 

- Klarmachen, dass dies ein SafeSpace ist. 

- Jede*r darf seine Meinung, Gedanken etc. Ohne Befürchtungen von Verurteilung frei äußern

 

2. Vorstellung der Runde Schüler*innen (Wünsche und Erwartungen an den heutigen Workshop teilen)

 

3. Wünsche der Jahrgänge durch Umfrage teilen + Positionierungsspiel ? 

Ich hatte bisher Sexualkunde Unterricht.

Sexualkunde bedeutet nur Biologie.

Ich würde gerne Sexualkunde für andere Fächer öffnen. 

Ich habe bisher was über die Themen: .... in Sexualkunde gehört

 

- darüber austauschen, positives und negatives teilen, was lief gut, was nicht? 

 

Runde 2: Grundlagen Themen: (Das alles könnten Themen im Sexualkunde Unterricht sein) (45 min)

 

1. Aufklärung über gesellschaftlichen Sexismus (15 min) 

 

 

2. Aufklärung über Intersektionalität (15 min) 

 

 

3. Aufklärung über Heteronormativität (15 min) 

 

 

Runde 3: Handlungsempfehlungen mit Schüler*innen verfassen für Schule (15 min) 

3-5 Handlungsempfehlungen, konkret und verständlich (je nach dem wie die Zeit es zulässt)

Was wollt ihr für die Zukunft? 

Wo wünscht ihr euch das? In welchem Fach? 

Habt ihr konkrete Lehrer*innen in Aussicht dafür? 

Besuch eines außerschulischen Lernorts? Museum? Anlaufstellen? Expert*innen-Gespräche? 

 

Evaluation + Feedback (10 min) 

Was nehmt ihr mit? Was hat euch gefallen? Was hat euch gefehlt?

 

Workshop: geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion: FLINTA* Gruppe

Workshop: geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion: FLINTA* Gruppe

Linksammlung

Diskriminierungserfahrungen aufgrund des Geschlechts:

https://www.antidiskriminierungsstelle.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Expertensuche_Formular.html?nn=304448&cl2Categories_Diskriminierungsmerkmale=geschlecht_und_geschlechtsidentitaet&format_str=fall_aus_der_beratung&sortOrder=dateOfIssue_dt+desc&pageLocale=de 

 

Workshop: geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion: FLINTA* Gruppe

Ablauf Workshop

Workshop: Geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion (FLINTA)

  1. Einstieg (20 min)
    1. Vorstellungsrunde (Name, Pronomen)
    2. Positionierung zu den Fragen (Präsentation)

 

Ziel: Erste Einordnung, Vorkenntnisse der TN einschätzen, möglichst niedrigschwelliger Einstieg.

 

  1. Thematischer Input (10 min)
    1. FLINTA erklären
    2. Was ist geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion?
    3. Warum machen wir das?

 

Ziel: Begriffsdefinition, Zielsetzung des Workshops verdeutlichen

 

  1. Biografische Arbeit (20 min)
    1. Zeitstrahl aufzeichnen, Marker setzen bei folgenden „Ereignissen“

Ziel: Reflexion der eigenen Rolle(n) und Zuschreibungen, besondere Sozialisation von FLINTA, Privilegien von cis hetero Frauen/ Mädchen

 

  1. Popkultur Analyse: FLINTA in den Medien und Female Empowerment (30 min)
    1. Gruppe: Wie werden FLINTA Personen in den Medien dargestellt? Sucht euch (positive und negative) Beispiele heraus à welchen Einfluss hatte/hat das auf uns bzw. auf andere? Erstellt ein digitales Poster zu euren Beispielen
    2. Gruppe: Sucht euch eines der folgenden popkulturellen Phänomene/ Memes aus und analysiert sie aus feministischer Perspektive. Dazu könnt ihr euch auch zunächst Inhalte auf verschiedenen Plattformen ansehen, um euch ein Bild zu verschaffen. Erstellt dann ein digitales Poster mit eurer Analyse
      • „Pick-Me Girls“
      • „Trophy Wife“
      • „Karen“

Ziel: Rollenbilder in den Medien erkennen und hinterfragen. Transfer der biografischen Aufarbeitung in allgemeine Phänomene

  1. Abschluss (10 min)
    1. Was nehme ich mit?
    2. Wie können wir die erarbeiteten Inhalte zugänglich machen?
    3. Feedback

Workshop: geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion: Cis-männliche Gruppe

Workshop: geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion: Cis-männliche Gruppe

Linksammlung

https://kritische-maennlichkeit.de/herangehensweise-an-kritische-maennlichkeit/

 

Workshop: geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion: Cis-männliche Gruppe

Workshopplanung

Herangehensweise an kritische Männlichkeit

Ziele des Workshops:

Eine pro-feministische Auseinandersetzung mit kritischer Männlichkeit

Diese Learnings sollen erzielt werden:
  1. (Sexistische) Diskriminierung ist ein System, dem wir uns nicht entziehen können.
  2. Sexistisch zu sein bedeutet nicht (zwangsläufig) böse Absichten zu haben.
  3. Das System bring Männer in eine Machtposition. Um dieses System sichtbar zu machen, ist also eine Reflexion männlicher Privilegien erforderlich.
  4. Es geht dabei nicht um Schuld, sondern darum, gesellschaftliche Machtstrukturen zu erkennen und zu verändern (im kleinen Rahmen)
Positionierungsspiel für den Einstieg:
Basiswissen, das vor der Verhaltensreflexion aufgebaut werden soll:

Wie funktioniert (sexistische) Diskriminierung als System?

1. Erkenntnis: Sexismus ist ein System, keine Meinung.

->Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht alle Aspekte auf jeden zutreffen und dass es nicht darauf ankommt, ob Man(n) jemanden diskriminieren will oder nicht. Eine unreflektierte Nutzung der privilegierten Position oder die Reproduktion von Stereotypen gegenüber FLINTA*-Personen zeugt von sexistischer Prägung des Verhaltens.

Sind wir am Sexismus schuld?

2. Erkenntnis: Die Auseinandersetzung sollte nicht Feminist*innen überlassen werden.

->Es benötigt eine stärkere pro-feministische Auseinandersetzung unter Männern.

Bedeutet der Verlust an Privilegien nicht automatisch eine Diskriminierung von Männern?

3. Erkenntnis: Männer können nicht systemisch sexistisch diskriminiert werden.

Grundlagen für die pro-feministische Auseinandersetzung mit Männlichkeit
Wo fangen wir an?
  1. Reflexion
    1. Wo spürst du deine eigenen Machtpositionen?
    2. Kannst du an irgendetwas Konkretem in deiner Kindheit/Jugend festmachen, wie du sexistisch geprägt wurdest?
    3. Hast du deine Privilegien schon einmal kritisch betrachtet?
  2. Zuhören
    1. Erfahrungsberichte von FLINTA*-Personen
  3. Perspektivwechsel
  4. Wissensweitergabe
Weitergabe in der Schule:

Mache eine Reflexionsrunde mit deinen männlichen Mitschülern. Hol dir bei Bedarf Hilfe dazu. Reflektiere dein eigenes Verhalten und rege eine Verhaltensreflexion bei Mitschüler*innen an.

Workshop: geschlechtsbezogene Verhaltensreflexion: Cis-männliche Gruppe

Ablauf Workshop

Überblick:

  1. Positionierungsspiel mit Diskussion (15 Min)
  2. Input: pro-feministische Auseinandersetzung mit Männlichkeit (5 Min)
  3. Aufstellen zentraler Leitlinien für eine pro-feministische Auseinandersetzung mit Männlichkeit (10 Min)
  4. Reflexion: eigene Machtposition, Prägung in der Kindheit (30 Min)
  5. Zuhören (Erfahrungsberichte von FLINTA*-Personen) (20 Min)
  6. Weitergabe an die Schule (10 Min)
  7. Reflexion Workshop (10 Min)

1: Positionierungsspiel

Linien auf dem Boden: Stimme ich voll zu, stimme ich zu, neutral, stimme ich nicht zu, stimme ich überhaupt nicht zu

Aufforderung: Positioniere die zu den verschiedenen Aussagen. Dies ist ein geschützter Raum, nichts, was hier geäußert wird, verlässt diesen Raum.

2: Input

s. Moodle Kurs und s. Workshopplanung

3: Aufstellen zentraler Leitlinien für eine pro-feministische Auseinandersetzung mit Männlichkeit

Frage an die Schüler: Nachdem wir verstanden haben, dass Sexismus ein System ist und wir uns aktiv beteiligen müssen, um die Diskriminierung der Frauen* zu verhindern, was sind zentrale Leitlinien für das Handeln der Männer in dem Rahmen?

4: Reflexion: eigene Prägung, Prägung aus Kindheit und Jugend

Aufforderung: Reflektiert einmal, inwiefern ihr sexistisch geprägt seid. Gibt es Anhaltspunkte aus eurer Kindheit und Jugend? Woran bemerkt ihr an eurem eigenen Verhalten eine sexistische Prägung? Schreibt es anonym auf diese Moderationskarten.

Notiert außerdem auf Moderationskarten, inwiefern ihr gegebenenfalls unter Männlichkeit leidet.

5: Zuhören: Erfahrungsberichte von FLINTA*-Personen

6: Weitergabe an die Schule

Frage: Wie denkt ihr, könnt ihr das, was wir heute besprochen haben, mit in eure Klassen tragen?

 

Workshop: Gendern

Workshop: Gendern

Linksammlung

https://www.tu-berlin.de/fileadmin/i31/Geschlechtergerechte_Sprache/Leitfaden_der_Universit%C3%A4t_zu_K%C3%B6ln.pdf

https://hainberg-gymnasium.de/fileadmin/Redaktion/Dateien/Schulleben/Leitfaden_fuer_Lehrkraefte_zum_Thema_Trans_und_geschlechtergerechte_Sprache__Februar_2021_.pdf

Ziele

Sensibilisierungsphase

https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/was-gendern-bringt-und-was-nicht/

"Das Fazit aus diesen Studien lautet deshalb: Das generische Maskulinum ist nicht generisch, es erzeugt vor allem männliche Bilder im Kopf. Und somit, so die Kritik, stellt es die Welt nicht so divers dar, wie sie heute ist. Seit den 1970er -Jahren gibt es deshalb Diskussionen darüber, dass die Sprache geschlechtergerechter werden muss."

"Was das generische Maskulinum nicht schafft, soll Gendern lösen: Die Schablone im Kopf erweitern, um alle Menschen in angemessener Weise zu repräsentieren – nicht nur Männer. Und das kann, wie Studien zeigen, auch Effekte auf die Gleichberechtigung haben."

Studien (für mögliches Nachempfinden?):

-> Ausprobieren & eigene beobachtete Effekte diskutieren und reflektieren

Überleitung: Theoretischer Teil

(Geschlecht = Sex ('biologisches' Geschlecht) & Gender (Veerhaltensweisen, Eigenschaften, Interessen)) -> Aufheben non-binären Denkens

Formen des Genderns:

Effekte des Genderns (v.a. Forschung zur Feminisierung und Neutralisierung):

-> Rolle von Sprache: "Aktuelle Forschung zur Schulbuchliteratur zeigt, wie Sprache am Aufbau von Geschlechtervorstellungen und -asymmetrien beteiligt ist (Ott 2017, 'Sprachlich vermittelte Geschlechterkonzepte'). Weibliche und männliche Figuren werden überaus häufig in geschlechterstereotypen Rollen dargestellt. Die Missachtung geschlechtergerechter Sprache befeuert diese Ungleichheiten weiter: Lernenden fehlt das Verständnis, dass ein Pilot eben genauso gut auch eine Pilotin sein kann. Wenn zudem eine männliche Person in ihrer Funktion als Pilotin bildlich dargestelt wird, wird dieser Beruf ausschließlich mit männlichen Personen assoziiert.") -> https://www.germanistik.uni-mainz.de/files/2020/06/DGhK_Labyrinth_141_screen_S_40-42.pdf
"Sprache bildet also gesellschaftliche Strukturen ab und prägt auch unsere
Wahrnehmung. Deshalb ist Sprache wandelbar. Heutzutage wird schon
selbstverständlich von Kauffrauen gesprochen, ein Begriff, der in den 1970er Jahren
noch zur Debatte stand.
Wandeln wir also unseren Sprachgebrauch, so tragen wir dazu bei, veraltete
Rollenbilder aufzubrechen und durch Gleichbehandlung zu ersetzen." -> https://hainberg-gymnasium.de/fileadmin/Redaktion/Dateien/Schulleben/Leitfaden_fuer_Lehrkraefte_zum_Thema_Trans_und_geschlechtergerechte_Sprache__Februar_2021_.pdf

(Mögliche Einwände?) / Diskussionsrunde? / Fishbowl? / Effekte & Einwände diskutieren und eigene Positionierung finden?

-->Reflexion der eigenen Gewohnheiten hinsichtlich des Inputs / der Übungen

Übung / Meinungsbild?

Ausprobieren unterschdl. Formen des Genderns + lautes Denken? / Eigene Position & Form des Genderns identifizieren? Gruppenkonsens?

-> Unsicherheiten, Schwierigkeiten und Einwände besprechen!? ("Es gibt ein paar Besonderheiten, die über den üblichen Sprachwandel hinausgehen. Ob eine Präposition mit Genitiv oder Dativ verwendet wird, ist politisch nicht so aufgeladen. Mit dem Sichtbarmachen aller Geschlechter in der Sprache hingegen sind unterschiedliche gesellschaftspolitische Positionen verbunden." -> https://deutsches-schulportal.de/unterricht/gendern-michael-becker-mrotzek-wir-beobachten-einen-sprachwandel-im-zeitraffer/)

Handlungsorientierter Teil: Möglichkeiten der Übertragung auf den Schulkontext

-> Ideen & Ziele für die Schule formulieren (Ist- und Soll-Zustand)

 

 

https://www.zdf.de/nachrichten/video/panorama-gendern-schule-100.html

https://www.news4teachers.de/2021/08/keine-lehrerinnen-kultusminister-verbietet-gender-kunstwoerter-an-schulen/

https://www.rnd.de/panorama/gendern-in-der-schule-was-empfiehlt-der-rat-fuer-deutsche-rechtschreibung-I6PU6CEOSZDHNKCWC37AXFM74Y.html

https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Geschlechtergerechter-Sprachgebrauch

https://shop.duden.de/products/gendern-ganz-einfach

 

 

 

Workshop: Gendern

Ablauf und Methoden

Ablauf:
1. Einstieg mit Beispielen aus Studien und Diskussion (15 Minuten)
2. Input: Generisches Maskulinum (und Formen der geschlechtergerechten Sprache -> Kategorien) (5 Minuten)
3. "Meint das generische Maskulinum wirklich alle mit?": Zeitungsanalyse; (Tabelle) (20 Minuten) 
4. Übung: Geschlechtergerechte Sprache an schwierigen Beispielen; Diskussion und Präsentation eines Beispiels (20 Minuten)
5. Reflexion des eigenen Sprachverhaltens: Positionierung zu Thesen (u.a. Gegenargumente des Genderns) (10 Minuten) 
6. Schulkontext: Start, Stop, Continue (15 Minuten) (think-pair-share)
7. Reflexion Workshop (5 Minuten)
Material/Medien:

1. Powerpoint und Beamer
2. Powerpoint und Beamer; Video
3. Powerpoint und Beamer; Arbeitsblatt
4. Powerpoint und Beamer (-> Wortwolke mit komplexen Beispielen); Arbeitsblatt
5. Powerpoint und Beamer (-> Thesen)
6. Powerpoint und Beamer, Metakarten
7. Powerpoint und Beamer, oncoo
Detaillierter Ablauf mit Arbeitsaufträgen:

1. Einstieg mit Beispielen aus Studien und Diskussion (15 Minuten)
2. Input: Generisches Maskulinum (und Formen der geschlechtergerechten Sprache -> Kategorien) (5 Minuten)
3. Zeitungsanalyse (Erarbeitung/Festigung): "Meint das generische Maskulinum wirklich alle mit?" (20 Minuten)
4. Übung: Geschlechtergerechte Sprache an komplizierten Beispielen (25 Minuten)
  • Wortwolke: Unterschiedliche Ebenen -> Substantive, Pronomina, aber auch z.B. Wortbedeutung (Semantik)
  • Gruppenarbeit:
    • 2-3 (eiegen) Beispiele diskutieren (warum diskriminierend? mögliche Alternativen) -> Online-Recherche möglich
    • Präsentation und Diskussion
    • Ziel: Sensibilisierung für Macht der Sprache auf unsere Wahrnehmung; GenderUNgerechtigkeit in vielen Wörtern (die wir oft alltäglich verwenden) -> Reflexion des eigenen Sprachgebrauchs durch detailliertere Auseinandersetzung mit exemplarischen (schwierigen) Wörtern);
      wichtig: kein richtig und falsch, Austausch von Ideen
5. Reflexion des eigenen Sprachverhaltens (10 Minuten)
--> Positionierung zu Thesen (u.a. Gegenargumente des Genderns)

6. Schulkontext: Start, Stop, Continue (10 Minuten) (think-pair-share)

Wie kann das hier Gelernte mit in die Klassen genommen werden? Was soll mitgenommen werden, was nicht, was gibt es vllt. schon?
-> Idee für das Brainstorming: Start, stop, continue
-> oder: 3 Reflexionsfragen [überlegen]

7. Reflexion Workshop (5 Minuten)
Oncoo (https://oncoo.de/1g1l)


Material zum Ablauf (Powerpoint, Arbeitsblätter, usw.):

Powerpoint und Arbeitsblätter hier: https://mygatekeeper.sharepoint.com/:f:/s/projekt-schule-fuer-demokratie/EqwGeOBjt_hJpaG7ACZlskwBV3Vz6e4wIRLL7XmoI-IjWw?e=9e6d6R

 

https://www.tu-berlin.de/fileadmin/i31/Geschlechtergerechte_Sprache/Leitfaden_der_Universit%C3%A4t_zu_K%C3%B6ln.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=to9lbR8JvyM
https://www.politik-lernen.at/site/praxis/unterrichtsideen/article/103821.html
https://static.uni-graz.at/fileadmin/gewi-institute/Translationswissenschaft/Dokumente/uedo1www_files_geschlechtergerechtes_formulieren-4.pdf
https://www.sueddeutsche.de/leben/generisches-maskulinum-liebe-leser-das-folgende-interview-ist-auch-fuer-frauen-gedacht-1.3876211

 

 

 

 

 

 

Mögliche Fragen Workshopreflexion

Das nehme ich mit/Das hat mich besonders beeindruckt/Das hat mich bewegt

Aus dem Vortrag habe ich ... mitgenommen./Diese Frage ist offen geblieben./Das hat mich bewegt.

Linksammlung: Geschlechtergerechtigkeit